Kundendatenbanken gezielter ausschöpfen mit externen Daten

11. November 2025 Peter Kothe, Head of Sales Data & Analytics – Wissen, Informationen

Es ist geschafft! Mit viel Aufwand ist ein mehr oder weniger großer Kundenstamm aufgebaut und alle relevanten Stamm- und Transaktionsdaten in eine Kundendatenbank überführt worden. Für jede einzelne Person aus dem Kundenkreis ist eine Historie abruf- und darauf basierend das Customer Relationship Management (CRM) organisierbar.

Aber wie gut steuerbar? Wie gut kann der aktuelle Status jeder Kundenbeziehung und damit der jeweilige Wert eingeschätzt werden? Inwieweit gelingt es, das zukünftige Verhalten vorherzusagen? Wie gut lassen sich erfolgsrelevante Eigenschaften, Chancen und Risiken erkennen, die einzelne Personen aus dem Kundenkreis im Hinblick auf ihre künftige Wertschöpfung für das Unternehmen mitbringen? Und immer wichtiger: Über welche der zahlreichen Kommunikationskanäle wird die Zielgruppe am besten erreicht und wo lässt sich die höchste Response erzielen?

An dieser Stelle stoßen die rein internen Daten (First Party Data) oder die sich aus der Kundenkommunikation ergebenden Reaktionsdaten (Second Party Data) an ihre Grenzen. Die daraus gewonnenen Informationen zum Wann, Wie, Wo und Was unterstützen tagesaktuelle RFM-Bewertungen (Recency/Frequency/Monetary) der Kunden gut.

Um jedoch ein wirklich fundiertes Bild der aktuellen und zukünftigen Potenziale im Kundenkreis sowie der bevorzugten Kommunikations- und Kaufkanäle zu erhalten, sind zusätzliche Informationen notwendig. Nur so werden die Entscheidungsmotive für oder gegen das Unternehmen, dessen Angebote und die genutzten Kanäle sichtbar. Dazu gehören beispielsweise Daten zu aktuellen Lebensphasen und Lebens(um)welten, Konsum- und Kanalverhalten oder Einstellungen, etwa in Bezug auf Preise, Marken und Nachhaltigkeit. Diese Daten beantworten das Warum hinter den Entscheidungen der Kund:innen für oder gegen das Angebot und ermöglichen es, die Ansprache gezielt zu steuern und bestmöglich zu planen.

Extern bereitgestellte Informationen, die beispielsweise durch Datenanbieter wie AZ Direct zur Anreicherung bestehender Kundendaten genutzt werden können (Third-Party-Data), eröffnen wertvolle Möglichkeiten. Sie unterstützen Marketing und Vertrieb dabei, den Kundenkreis gezielter anzusprechen und das Potenzial noch erfolgreicher auszuschöpfen und zu nutzen.

Wie?

Ein Beispiel für extern anreicherbare Merkmale, die das „Warum“ hinter Entscheidungen erklären: Daten aus AZ DIAS, dem Audience-Targeting-System von AZ. Dieses System bietet ein Portfolio mit Hunderten von adressqualifizierenden Merkmalen – etwa zur Soziodemographie, zu Lebenswelten, zu Kanal- oder Konsumaffinitäten, zum Verhalten und zu Vorlieben in 33 Produktgruppen, zu Branchentypologien oder zu Einstellungen innerhalb der Konsumierenden.

So!

Hier einige zentrale Beispiele:

  • Entwicklung von Kundensegmenten bzw. Personas, die durch die Kombination interner und externer Daten eine 360-Grad-Sicht sowie eine umfassende Einordnung der Kundschaft ermöglichen – zum Beispiel in Bezug auf aktuelle Hintergründe, Potenziale und die Ansprechbarkeit hinsichtlich Angebot, Angebotspräsentation oder bevorzugter Kanäle.

  • Entwicklung angebots- und produktspezifischer Affinitäts- sowie Potenzial-Scorekarten und CLV-Segmente auf Basis interner Daten und AZ-DIAS-Merkmalen, etwa zum Konsumverhalten, zur Familiensituation oder zum Wohnumfeld. Diese bilden die Grundlage für eine differenzierte Ansprache, Betreuung und gezielte Budgetallokation, beispielsweise bei Next-Best-Offer oder Cross- und Up-Selling im Bestand und vielem mehr.

  • Früherkennung von Churn-Risiken: Durch die Analyse und Kombination von Kundendaten mit AZ-DIAS-basierten Informationen zu Haushaltsaktivitäten, Lebensphasen, Umzügen, Einkommens- oder Retourentypologien lassen sich Faktoren identifizieren, die eine Kündigung begünstigen. Ein entsprechendes Frühwarnsystem markiert aktuelle Kundschaft nach ihrem Churn-Risiko, sodass Bindungsmaßnahmen gezielt ausgerichtet und priorisiert werden können.

  • Reaktivierung mit dem passenden Aufhänger: AZ-DIAS-basierte Zielgruppenprofile, Scorekarten oder Segmentmodelle aktiver Kundschaft helfen dabei, vergleichbare inaktive Kundinnen und Kunden zu identifizieren. So lassen sich Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit für effektive Reaktivierungsmaßnahmen gezielt ansprechen.

  • Wahl der richtigen Kommunikations- und Verkaufskanäle: Mithilfe von Customer-Journey-Informationen, Onlineverhaltensdaten, Social-Media- und Tech-Affinitäten können Adressen für kanalspezifische Ansprache selektiert werden – vom klassischen Print-Mailing bis hin zum Onboarding auf Social-Media-Plattformen.

Darüber hinaus existieren zahlreiche weitere Gründe für die Nutzung zusätzlicher externer Customer Insights. Mehr dazu findest Du hier: Mehr Customer Insights durch Third Party DataGerne besprechen wir mit Dir alle datentechnischen und datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen! Übrigens: Die Anreicherung über AZ Direct erfolgt anonymisiert und somit absolut sicher für Dein Unternehmen.

Fazit

Externe Daten helfen, Marketing- und Vertriebsstrategien zu überprüfen, sie weiterzuentwickeln und über eine noch gezieltere Kundenansprache effektiv zu unterstützen.

Interessiert, dieses Thema auch für die eigenen Aktivitäten wertschöpfend zu nutzen? Oder sollen wir für Dich mit Hilfe unserer Daten neue Merkmale, Personas, Segmente oder bestimmte Scores entwickeln und diese dann an Deine Bestände anreichern?

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Peter Kothe, Head of Sales Data & Analytics

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