„Die Cookieless Future bietet das Potential die eigenen Zielgruppenansprachen zu schärfen und zu verbessern“: Interview mit Tobias zur Weihen

21. Februar 2022 Eduard Mesares – Mitarbeiter

Google hat das endgültige Aus für Third-Party Cookies auf 2023 verschoben. Was bedeutet das für die Advertiser?

Tobias: "In erster Linie mehr Zeit für alle Beteiligten, die aktuell zur Vorbereitung auf die Ära ohne Third-Party Cookies auch notwendig ist. Es gibt allerdings aktuell viele Ansätze und sich abzeichnende Lösungen. Technisch ist einiges möglich und lässt sich jetzt schon nutzen, vieles muss sich jedoch im Livebetrieb noch beweisen. Auch wenn diese Ansätze teilweise gut funktionieren, stellt sich immer die Frage nach den Reichweiten, die sich oft noch entwickeln müssen. Die verbleibende Zeit ist daher notwendig, um Lösungen auszubauen, zu etablieren und zu vernetzen. Nicht zuletzt auch für Werbetreibende & Agenturen, die erste Tests durchführen und bewerten. Mein Kollege Florian Bole und ich werden übrigens am 30.03 ein Webinar zum Thema Cookieless Future präsentieren und dort exklusiv erste Insights vorstellen."

Mit welchen Services bereitet die AZ Direct ihre Kunden auf eine „Cookieless Future“ vor? Was sollten Marketer tun, um sich auf die Zeit nach Third-Party Cookies vorzubereiten?
 
Tobias: "Wir bieten viele Produkte & Lösungen an, mit denen wir schon täglich arbeiten, um auch nach dem 3rd Party Cookie-Aus weiterhin erfolgreich datenbasiertes, Multi-Channel-Marketing in der digitalen Welt zu betreiben. Im Zentrum steht dabei das Zielgruppen Onboarding mit dem von uns entwickelten Cross-Channel-Hub. Damit können wir auf Basis von Offlinedaten „cookieless“ in zahlreichen Kanälen der digitalen Welt werben. Aber auch Produkte wie Contextual Targeting, Cookieless Retargeting oder die Lösungen unserer DSP Anbieter sowie angeschlossener Partner nutzen wir bereits."
 
Jeder Werbetreibende sollte sich nicht nur Gedanken über die Cookieless Future machen und planen, sondern bereits jetzt aktiv in die Umsetzung zu gehen. Heißt: Wege kurzfristig beschreiten, parallel zur noch bestehenden „Werbecookie-Welt“, um zum Ende der Cookie-Ära einen reibungslosen Wechsel vollziehen zu können. Es ist aus unserer Sicht wichtig, diesen Wechsel nicht nur als Risiko zu sehen, denn: Die neu entstandenen und entstehenden Lösungen bieten viel Potential die eigenen Zielgruppenansprachen zu schärfen und zu verbessern. Wer hier schneller als die Mitbewerber agiert, kann diesen Vorteil noch ausbauen.

 

Wie wird das Werben auf Social Media Plattformen ohne Third-Party Cookies aussehen?
 
Tobias: "Auf Social Media besteht die Problematik nicht in dem Umfang, da wir uns dort in den „Walled Gardens“ der Betreiber befinden. Das bedeutet, dass diese mit ihren eigenen Daten in ihren eigenen Umfeldern werben und sich in ihren eigenen geschlossenen Welten bewegen können. Für uns bleibt dies ein sehr wichtiger Bereich, da wir dort bereits jetzt über unseren Cross-Channel-Hub sehr aktiv sind. Damit können wir auf Basis von unserem eigenen Targetingsystem AZ Dias oder mit CRM Daten unserer Kunden, Kampagnen datenschutzkonform ausspielen. Jetzt und auch in Zukunft."

Eduard Mesares