Prägende Jugendjahre

24. März 2020 Kirsten Haacke – Wissen

Dass Musik aus der Jugendzeit immer noch cool und tanzbar ist? Wir sogar häufig genug das Radio lauter drehen, um diesen Song mitzusingen? Oder immer noch über den gleichen Humor lachen können wie z.B. bei „Loriot“, „Ein Herz und eine Seele‘“ oder „Die Simpsons'?

Wie sehr uns die Vergangenheit begleitet, wird uns z.B. dann ganz deutlich vor Augen geführt, wenn wir jemanden neu kennenlernen, der uns gleichzeitig bekannt vorkommt. Manchen bringen wir ein Vertrauen entgegen, das eher untypisch für uns ist und am besten mit unseren Erinnerungen und Erfahrungen zu erklären ist.

Jugendjahre sind deshalb so prägend, weil wir uns zum ersten Mal der Gesellschaft öffnen, uns an den Vorstellungen der Eltern reiben, zum Abnabeln mit Gleichaltrigen eine tiefe und enge Beziehung eingehen und gemeinsam den Zeitgeist durchleben, ein intensives Leben führen und Erfahrungen sammeln.
 
Unsere Gesellschaft bietet so viel Freiheit, dass sie sich entwickeln kann und unsere Jugend ist in einem hohen Maße daran beteiligt. Denn Jugendliche setzen sich in besonderem Maße mit ihrem Jahrzehnt auseinander, suchen den Diskurs, halten den Erwachsenen einen Spiegel vor das Gesicht und scheuen nicht die Konfrontation. Die Bewegung „Fridays for Future“ zeigt aktuell eindrucksvoll was es heißt, wenn sich die Jugend für eine Sache einsetzt. Sie wollen Veränderungen und unsere Gesellschaft ist bereit diese Strömungen aufzunehmen und produktiv zu nutzen sowie daran zu wachsen.

"Prägende Jugendjahre" als statistisch abgeleitetes Merkmal

Themen, die uns in der Jugend bewegt haben, bewegen in dieser Zeit auch die Gesellschaft und gleichzeitig sind es Themen, die einen selbst meist das ganze Leben lang begleiten. Jeder Mensch fühlt sich dem Jahrzehnt, in dem er selbst jung gewesen ist, besonders verbunden. Und obwohl wir unterschiedliche Familien, Erlebnisse und Erfahrungen sammeln, hat jedes Jahrzehnt sinnstiftende und gemeinschaftsbildende Elemente hervorgebracht, die in dem Merkmal „Prägende Jugendjahre“ nun zusammengestellt sind. Denn auch unser heutiges Konsumverhalten ist von den Erlebnissen und Ereignissen der Jugendjahre geprägt. Mit diesen Thesen ist die AZ Direct den Jugendkulturen nachgegangen und kann nun die „Prägenden Jugendjahre“ allen Unternehmen als statistisch abgeleitetes Merkmal zur Verfügung stellen.

Es bietet allen Werbetreibenden eine Kundensegmentierung an, die die kulturhistorischen Hintergründe mit aktuellem Konsumentenverhalten in Beziehung setzt. Es kann dazu dienen, das Vertrauen der Konsumenten zu erlangen.

Mit diesem neuen Merkmal ist der zeitliche Wandel und die gesellschaftlichen Prägungen auf die Jugendlichen für eine Bevölkerungsklassifikation aufbereitet. Basis hierfür ist das umfangreiche Audience Targeting System AZ DIAS. Das Merkmal „Prägende Jugendjahre“ ermöglicht Unternehmen eine soziokulturelle Segmentierungsmöglichkeit ihrer aktuellen und potenziellen Kunden und Märkte. Es liefert darüber hinaus viele Ideen für ein gezieltes Marketing. Die „Prägenden Jugendjahre“ reichen bis in die 2000er Jahren hinein und beschreiben Konsumenten in allen Altersklassen.

Das Merkmal „Prägende Jugendjahre“ der AZ Direct bündelt das Generationswissen jedes Jahrzehnts und unterscheidet darin die Avantgarde vom Mainstream. In jedem Jahrzehnt gibt es eine Avantgarde, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen Verhältnissen auseinandersetzt und ihrerseits versucht, die Gesellschaft zu verändern (z.B. Alt 68er, Friedensbewegung, ökologisches Bewusstsein oder digitale Gewinner). Der Mainstream nimmt die Lebensweisen, die die Gesellschaft in jener Zeit den Jugendlichen zur Verfügung stellt auf und richtet sich darin ein (z.B. Wirtschaftswunder, FDJ-Jugend, Generation Golf, Generation Y).

Insgesamt sind 17 differenzierte Bevölkerungsgruppen entstanden, die den Lebensweisen und Wertorientierungen einer jeden Generation Rechnung tragen und deutlich voneinander unterscheidbar sind.

Die Anreicherung bzw. Analyse von Kunden und Märkten mit den „Prägenden Jugendjahren“ unterstützt Unternehmen dabei, ihre Zielgruppen näher kennen und besser verstehen zu lernen. Klassische Einsatzfelder finden sich zum Beispiel im Data Science, in Datenbankmodellen, in der Kundenkommunikation, in der predictive analytics, in Prognoseszenarien sowie bei der Gebiets- und Standortplanung oder -bewertung. 

„Die entscheidenden soziokulturellen Einflüsse auf Konsumenten, die wir sehr gut an den Jugendkulturen eines jeden Jahrzehnts ablesen können, sind nun mit den ‚Prägenden Jugendjahre’ bewertbar. Dadurch können Kunden noch gezielter – und damit erfolgreicher - vor dem Hintergrund ihrer individuellen Werte und Einstellungen angesprochen werden“ sagt mein Kollege Bert Zimmer, Geschäftsführer der Direct Analytics GmbH. Das Merkmal steht allen Interessierten für datenschutzkonforme Anreicherungen, Segmentierungen und Adressselektionen zur Verfügung.

Kirsten Haacke